Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026Kostenbelastung
Wie wollen Sie die Kostenbelastung für das personalintensive Handwerk begrenzen – insbesondere bei Energie, Sozialabgaben und Steuern?
AfD
Die AfD setzt auf eine grundlegende Senkung von Steuern, Abgaben und Lohnnebenkosten sowie auf eine Kehrtwende in der Energiepolitik. Da viele dieser Kernforderungen auf Bundesebene geregelt sind, sind in unserem Regierungsprogramm für Sachsen-Anhalt Landesinitiativen mit entsprechenden bundespolitischen Forderungen verknüpft.
Bündnis 90/ Die Grünen
Wir wollen Strompreise senken, etwa durch niedrigere Stromsteuer, regionale Netzentgelte und den schnelleren Ausbau erneuerbarer Energien. Energieintensive KMU wollen wir mit einem Transformationsfonds bei mehr Energieeffizienz unterstützen. Weniger Bürokratie und mehr regionale Wertschöpfung sollen Betriebe zusätzlich entlasten.
BSW
Wir wollen das Handwerk durch stabile Energiepreise und geringere Lohnnebenkosten entlasten. Dafür braucht es faire und verursachergerechte Netzentgelte, einen schnelleren Netzausbau sowie einen breiten Energiemix. Der Smart-Meter-Rollout soll beschleunigt werden, damit Betriebe stärker von günstigen Strompreisen profitieren. Gleichzeitig setzen wir uns für weniger Detailregelungen und eine Senkung der Sozialabgaben durch Finanzierung versicherungsfremder Leistungen aus dem Bundeshaushalt ein.
CDU
Wir entlasten das Handwerk bei Energie, Steuern, Sozialabgaben und Bürokratie: mit bezahlbarer Energie, Entlastungen bei Netzentgelten, steuerlichen Entlastungen, wettbewerbsfähigen Arbeitskosten sowie weniger Nachweis-, Dokumentations- und Berichtspflichten.
FDP
Wer arbeitet, muss mehr Netto vom Brutto behalten. Auch Überstunden müssen sich stärker lohnen. Die Betriebe brauchen bessere Abschreibungsbedingungen und eine niedrigere Unternehmenssteuerbelastung – unser Ziel ist eine Gesamtbelastung von höchstens 25 Prozent. Bei der Energie brauchen Handwerksbetriebe zwingend wettbewerbsfähige Preise – auch hier muss die Abgabenlast sinken.
Die Linke
Hohe Energiekosten treffen das Handwerk besonders hart. Wir senken die Stromsteuer auf das europäische Mindestmaß, reduzieren Netzentgelte und richten einen Energiefonds für Betriebe ein. Die Gewerbesteuer entwickeln wir weiter, um KMU spürbar zu entlasten. Öffentliche Aufträge vergeben wir bevorzugt lokal, um die Auftragslage direkt zu stärken.
SPD
Energiekosten sind der größte Hebel zur Entlastung. Die niedrigen Erzeugungskosten erneuerbarer Energien müssen bei den Betrieben ankommen. Die Senkung der Stromsteuer muss auf alle Unternehmen ausgeweitet, das System der Netzentgelte reformiert werden. KMU und Selbstständige dürfen steuerlich nicht stärker belastet werden als große Konzerne.